Was ist ein ICO? Teil 2

Wie schon in den zwei vorangegangenen Artikel zu diesem Thema beschrieben (Was ist ein ICO? und Do your own research) ist es unerlässlich sich nicht blenden zu lassen von anderen Usern oder irgendwelchen Versprechungen.

Ein gutes Beispiel dafür ist „Bitconnect“. Noch bevor ich selbst darauf stieß habe ich negative Meldungen über „Bitconnect“ gelesen. So gesehen hatte ich wenig Interesse mehr darüber zu erfahren. Vor einem Monat schreib mich ein User auf Facebook an und meinte ich soll doch „Bitconnect“ joinen ich und er würden davon nur profitieren. Als ich ihn darauf Ansprach das es sich dabei um einen „Scam“, also Betrugsystem, handelt, wollte er mir mit fadenscheinigen Argumente beweisen das dem nicht so sei und die Leute die das verbreiten nur neidisch sind auf den Erfolg von „Bitconnect“. Eigentlich wollte ich ihm empfehlen auszusteigen so lange es noch geht. Doch hörte er nicht auf seiner Linie treu zu bleiben. Ich legte also die Konversation auf Eis und ignorierte seine weiteren Meldungen die immer kreativer wurden. Vielleicht habt ihr es ja selbst schon mitbekommen aber der Bitconnect Scam ist aufgeflogen.

Die Kryptoszene überschlägt sich mit Kommentaren wie: „I told you so!“, „Ich hab es euch ja gesagt!“. Das Mitleid der Community hält sich hier sehr in Grenzen.

Ich will jetzt garnicht so sehr darauf eingehen was „Bitconnect“ war bzw. noch ist, da es witziger weise immer noch handelbar ist, sonder vielmehr nochmals ganz ausdrücklich darauf hinweisen:

„Do your own Research!“

Egal wer euch von der Seite anredet und vom großen nächsten Coin erzählt, das alles nimmt euch nicht die Arbeit ab selbst zu lesen und nachzudenken. Es gibt enorm viele Coins und 2018 auch noch viele viele ICOs in die ihr investieren könnt. Nicht jeder dieser Coins ist ein „Scam“, aber manche werden es sein.

Lest euch nochmal den Artikel:  Do your own research durch, wenn ihr unsicher seid.

Und denkt immer daran,

Welche Idee steckt hinter dem Coin? (Whitepaper)

Braucht die Idee, die Blockchain Technologie?

#HODL

Wenn man sich am Krypto-markt bewegt liest man immer wieder davon, vor allem dann wenn sich die Kurse nach unten korrigieren.

Zurückzuführen ist Hodl auf ein Posting eines Users namens „Gamerkyuubi“ im Bitcoin-Talkforum.

Im Dezember von 2013, nachdem der Bitcoin-Kurs sehr stark eingebrochen war, schrieb er dort, seine Freundin sei gerade in einer Lesbenbar, der Bitcoin-Kurs bricht ein, doch er wolle seine Coins nicht verkaufen, sondern behalten.

Aus einem einfachen Grund: Er sei ein lausiger Händler. Und ein lausiger Schreiber auch, denn sein Thread-Titel lautete: „I AM HODLING“.

Dass ihm bei der Überschrift ein Tippfehler unterlaufen war, wusste Gamerkyuubi selbst.
Er habe den Titel sogar zweimal falsch getippt und schließlich aufgegeben.

Also wer Coins aktuell hält wird sie wahrscheinlich „HODLING“

Kryptopresse auf Facebook

Wallet Anbieter

Es gibt eine riesige Anzahl an Wallet Anbieter. So gut wie jeder Coin hat auch eine passende Wallet um ihn zu lagern und/oder zu halten. Da es aber mühsam werden kann für jeden Coin eine eigene Wallet zu halten samt Passwörter und Private Keys gibt es Wallets die mehr als nur zb Bitcoin lagern können. Da die Auswahl wie schon erwähnt riesig ist bitte ich um Nachsicht das wir hier nur einige, populäre, anführen. Wir sind aber offen für Vorschläge und werden diese Liste hier auch von Zeit zu Zeit updaten.

 

Electrum

Ist ein Desktop-Wallet dass jedoch alle Farben spielt. Ist also auch möglich ein Paper-Wallet zu erstellen sowie ein Hardware-Wallet und ist auch als „light“-Version verfügbar sodass man nicht die ganze Blockchain synchronisieren muss. Weiters eignet es sich auch um einzelne Transaktionen von anderen Wallets zu signieren, also damit die Echtheit zu bestätigen dass man die Transaktion durchgeführt hat. Kann dann interessant werden wenn man zB an einem ICO teilgenommen hat. Manche nennen Electrum old-school weil es nicht so Nutzerfreundlich ist wie andere Wallets, aber das entscheidet am besten jeder für sich.

 

BitGo

Ist recht beliebt wenn zu den Online(Web)-Wallets kommt. Ist sehr benutzerfreundlich, hat mehrere Unterwallets, eigene Private Keys und weitere Verschlüsselungen, wählbare Gebühren für Transaktionen. Zählt zu den sicheren Online-Wallets.

 

Green Adress

Reiht sich mit BitGo in die Online(Web)-Wallets ein. Großer Sicherheitsaspekt mit 2FA und einer „Watch“-Funktion, also lediglich das Abfragen des Kontostandes. Speichern keine Keys von ihren Usern.

 

Jaxx

Sowohl als Desktop als auch als Mobile-Wallet erhältlich. Kein Registrieren, sehr einfache Handhabung, Private Keys, Backup-Phrase, PIN für Transaktionen. Große Anzahl an Coins, leider natürlich nicht alle. Paperwallet Funktion. Desktop und Mobile synchronisieren sich automatisch, manchmal gibt es kleine Verzögerungen, aber in der Regel läuft es gut. Großer Pluspunkt ist das Jaxx Shapeshift hat. Das bedeutet ihr könnt die verschiednen Coins die Jaxx unterstützt direkt in der Wallet umtauschen. Zb Bitcoin zu Litecoin. Das ganze ist zwar nicht gratis deswegen, aber es geht in der Regel schneller und ist viel unkomplizierter als Bitcoin auf eine Exchange zu schicken und dort zu Litecoin zu wechseln und wieder zurück auf Jaxx zu schicken. Zudem erspart man sich doch eine Menge an Gebühren mit Shapeshift.

 

MEW – MyEtherWallet

Die Mutter der Online(Web)-Wallets. Früher oder später hat man einen Account auf MEW. Im Grunde gedacht für Ethereum, aber man kann ALLE ERC20 Token/Coins auf der Wallet halten, senden und empfangen. Großes Augenmerk auf die Eingabe der richtigen Homepage-Adresse da es viele falsche MEW-Seiten gibt. Private Keys und Verschlüsselungen. Um die ERC20 Token/Coins auch verschicken zu können sind ein paar Euro in ETH notwendig für die Transaktionsgebühren. 5-10€ reichen da völlig aus da die Transaktionen nicht teuer sind.

 

Die Liste wird laufend ergänzt.

 

Ihr wisst noch gar nicht was eine „Wallet“ sein soll? Hier gehts zum Artikel Was ist eine „Wallet“?

Sicherheit bei Wallets

Nachdem ihr einen groben Überblick über die verschiedenen Arten von Wallets bekommen habt, widmen wir uns hier ein paar Begriffen Rund um das Thema Wallets und Sicherheit.

Unabhängig davon welche Wallet ihr bevorzugt, dass wichtigste ist das ihr den Private Key habt. Denn das ist der Schlüssel um Transaktionen zu tätigen. In der Regel habt ihr immer einen Public Key, also sowas wie eure Kontonummer wohin man euch Coins schicken kann, die dürft ihr gerne öffentlich posten, und einen Private Key, der wiederum sowas wie euren PIN darstellt um an eure Coins zukommen und sie zu transferieren, der gehört besser gehütet als eurer Augapfel. Zusätzlich dazu gibt es manchmal die Möglichkeit entweder einen PIN zu setzen der dazu dient doppelt abzusichern bevor eine Transaktion von eurer Wallet durchgeht und/oder eine 2-Faktor Authentifizierung, kurz 2FA. Die 2FA hört sich nur kompliziert an, ist aber ganz einfach und wird eher bei Exchanges angeboten also Online (Web)-Wallets. Ihr ladet euch zb. Google Authenticator im Apps Store oder Google Play Store auf eurer Smartphone. Wenn ihr die App dann öffnet werdet ihr sehen das es ganz harmlos ist. Ihr klickt einfach auf +, für neu hinzufügen und dann auf Barcode scannen. Mit eurer Kamera scannt ihr dann den angezeigten Barcode. Jetzt steht zB „Bittrex“ für die Plattform und darüber eine 6-Stellige Zahl die „nur“ ein paar Sekunden gültig ist, nach Ablauf der Sekunden generiert sich immer automatisch eine neue 6-Stellige Zahl. Für den Fall das ihr eurer Smartphone verlieren solltet oder es gar gestohlen wird, immer wenn ihr eine 2FA einrichtet wird euch ein „Private Key“ für die 2FA angezeigt. Den solltet ihr euch aufschreiben und für den Fall der Fälle sicher verwahren.

Manche Wallet wie zb „Jaxx“ bieten auch noch eine „Backup-Phrase“ an, dies dient dazu falls ihr einmal auf eurer Wallet zugreifen wollt aber euren Laptop nicht gerade dabei habt oder sogar das Wallet gelöscht habt, dass ihr euch einfach Jaxx runterladet und mit dem eingeben der Backup-Phrase ihr wieder Zugriff auf euer Wallet erhält. Ihr seid also eure eigene Bank mit euren eigenen Keys. Bis auf den Public Key müsst ihr stets darauf bedacht haben die anderen PINs, Private Key, Backup-Phrase zu sichern. Wenn ihr sie in eine Textdatei kopiert und auf eurem PC oder Laptop speichert liefert ihr euch dem Risiko aus das wenn euer Gerät gehackt wird, diejenigen dann auch all eure Passwörter haben und somit eure Geld weg ist. Ihr seht also, Eigenverantwortung und ein wenig Wissenserweiterung bezgl. Sicherheit der eigenen Daten ist hier gefragt. Am Besten ist es ihr schreibt euch alles auf und/oder druckt es aus. Um schon vom Anfang an keine Lücke zuzulassen empfehle ich daher eine Textdatei zu schreiben mit all den Infos und sie dann nicht am Gerät selbst sondern auf einen USB-Stick direkt abzuspeichern und dann im offline Modus auszudrucken und die Datei dann zu löschen. Somit habt ihr alles was ihr braucht auf Papier gebracht. Virtuell kann euch jetzt keiner mehr was anhaben. Das ganze am besten an einem sicheren Ort lagern. Ganz ähnlich läuft es ab wenn ihr ein Paperwallet erstellt, nur hier sichert ihr einfach eure Keys von eurem Online-Wallet oder Desktop-Wallet und beim Paper-Wallet schickt er die Coins an euren Public Key und mit dem Private Key könnt ihr wieder darauf zugreifen und sie transferieren wenn ihr wollt.

Eine Sache noch, es ist sicher nicht ganz falsch eine E-Mail-Adresse rein für eure Krypto-Käufe etc zu haben. Wählt einen Anbieter, richtet eurer Konto ein und verwendet ausschließlich diese E-Mail-Adresse für alles was mit Krypto zu tun hat. Das Passwort für das E-Mail-Konto sollte sehr stark sein und nichts mit euch persönlich zu tun haben. Also nicht der Name eurer Katze2018, sondern sollte aus Groß und -Kleinbuchstaben sowie Zahlen und am besten auch noch Sonderzeichen bestehen. Viele verwenden da zb LastPass oder ähnliche Programme in denen alle Passwörter gespeichert sind und/oder sogar erstellt werden. Könnt ihr machen, aber auf Nummer sicher geht ihr wenn ihr sie aufschreibt und sie nicht irgendwo zusätzlich gespeichert liegen. Aber das ist sicher eine Geschmacksfrage. Das gilt natürlich auch für die Auswahl von Passwörter für Exchanges. Was sind Exchanges?

Keine Sorge, mehr dazu im nächsten Artikel!

 

Wichtige Begriffe:

Public Key – Einzahlungsadresse, sowie Kontonummer, darf geteilt werden, gibt es auch als QR-Code zum scannen.

Private Key – Zugriff und Auszahlungsschlüssel – NIE, wirklich NIE und niemanden teilen!

PIN – Kennt ihr schon von eurer Bankkarte oder ähnlichem.

Backup-Phrase (Seed) – Eine Reihe von Wörtern die ihr euch notiert um eurer Wallet wiederherstellen zu können.

2FA – 2-Faktor-Autentifizierung, eine doppelt hält besser Sicherheitslösung, über das Smartphone installieren, scannen, code eingeben bei jedem log-in und Überweisung. Idealerweise habt ihr einen Backup-Code von der 2FA um bei Verlust des Handys keine Probleme zu haben.

 

Hier gehts zu dem Artikel Wallet Anbieter

Was ist eine „Wallet“?

Eine Wallet ist nichts anderes als der Ort an dem man seine Coins lagert. Also ähnlich wie einer Geldtasche in der man sein Bargeld aufbewahrt.

Viele Plattformen bieten eine Wallet an für die Coins, zb. Bitcoin, die man gekauft hat. Man kann diese dann dort liegen lassen für eventuelle weitere Käufe oder Wechsel, oder man kann sie auf ein anderes Wallet schicken. In den meisten Fälle ist dies unkompliziert, jedoch gibt es für jede Transaktion, so wie auch in der bekannten Welt der Börsen und Banken, Gebühren. Diese Gebühren variieren je nach Coin und Plattform. Aber dazu in einem gesonderten Artikel mehr.

Wir widmen uns jetzt den verschiedenen Arten von Wallets und ihren Vor und -Nachteilen. Bezüglich Sicherheit bei Wallets gibt es einen separaten Artikel.

 

Desktop-Wallet

Ist eine Wallet die ihr direkt auf euren Rechner ladet und die mit der Blockchain synchronisiert ist.

Die Synchronisation kann schon mal eine Zeit dauern nachdem ersten öffnen, danach läuft es für gewöhnlich reibungslos. Es gibt hier auch Light-Versionen ohne Synchronisationen zB bei Electrum. Aber auch zu erwähnen ist Jaxx das ganz ohne Synchronisation auskommt und sowohl für Desktop als auch für Mobile Wallets anbietet.

 

Mobile-Wallet

Wie schon der Name vermutet lässt sind es Wallets die ihr auf eurem Smartphone überall mit dabei haben könnt. Großer Vorteil davon ist das ihr unterwegs überall da mit euren Coins auch zahlen könnt wo diese akzeptiert werden und/oder ihr mal schnell ein paar Coins an einem Freund oder einer Freundin schicken könnt. Oftmals ist es bei den Mobile Wallets so das ihr nicht die Private Keys haltet. Hinzukommt das euer Smartphone jetzt mehr Wert ist als vorher. Wenn ihr es verliert oder es gestohlen wird und ihr euer Wallet nicht genügend gesichert habt könnt ihr davon ausgehen das ihr eure Coins los seid.

 

Online(Web)-Wallet

Ist eine Wallet die ihr direkt im Internet anwählt. Das heißt ihr habt einen Account bei einem Drittanbieter und haltet dort eure Coins. Vorteil ist sicher das ihr einen Support habt bei Problemen, Nachteil, leider sehr großer Nachteil, ihr habt meistens eure Private Keys nicht, sonder die Plattform verwaltet alles. Also müsst ihr der Plattform vertrauen. Es gibt aber auch Online-Wallets die auch die Private Keys parat haben für euch, diese sind sicherer und eher zu benutzen.

 

Hardware-Wallet

Der Private Key ist in der Offline Hardware gespeichert und kann nicht aus dem Hardware-Wallet kopiert werden. Damit können Transaktionen ohne Internetverbindung erstellt (signiert) werden. Zusätzlich sind sie manuell abgesichert mit einem Knopf den man betätigen muss, um eine Transaktion auszulösen. Eignen sich sehr gut zum langen aufbewahren von Coins, setzen jedoch ein wenig Technikaffinität voraus und erfordern den Kauf von der Hardware. Meistens sind sie ähnlich groß wie USB-Sticks und mit einer USB-Schnittstelle zum verbinden. Anfänger rate ich zu einer gründlichen Recherche bezgl. der richtigen Handhabung. Es gibt da ein paar gute Tutorials auf Youtube. Ein sehr beliebter Wallet-Stick ist der Ledger Nano S.

 

Paper(Offline)-Wallet

Die für mich persönlich beste Lösung für das langfristige halten von Coins. Man generiert ein Paperwallet und erhält meistens ein pdf mit einem Private Key und einem Public Key sowie einen QR-Code. Die Datei druckt man dann aus. Vorteil ist sicher die langfristige Sicherheit sowie das man keine Anschaffungskosten hat wie bei einem Hardware-Wallet. Nachteil ist das man für jeden Coin ein eigenes Paper-Wallet erstellen muss und das Papier nunmal verbrennen kann, verloren gehen kann etc. Ihr solltet also genau überlegen wo ihr das wertvolle Stück Papier lagert. Denkt euch einfach wo würdet ihr einen 1Millionen Euro Schein aufbewahren. Ein kleiner Tipp, eine Folierung hilft einmal gegen Wasserschäden und ausbleichen.

Hier gehts zu dem Artikel Sicherheit bei Wallets

Hier gehts zu dem Artikel Wallet Anbieter

Was ist Bitcoin? Teil 2

Teil2

Vielleicht habt ihr es ja mitbekommen in den letzten Tagen flog der Bitcoin über die 10.000$ Marke und ging sogar auf 11.500$ hinauf. Die Fernsehmedien, ORF, ARD, NTV und anderen sowie die Printmedien wie Handelsblatt, diePresse etc haben in den letzten 10 Tagen über Bitcoin berichtet. Sogenannte Finanzexperten gaben ihre Expertisen zu dem Thema ab, und nicht selten viel das Wort „Blase“ im Zusammenhang mit Bitcoin. Ein kurzes Wort zu den sogenannten Experten. Die Meisten reden nur Müll. Ja, leider ist es so. Ich hätte mir auch gewünscht das hier objektiv und sachlich berichtet wird was Bitcoin ist, aber dem ist nicht so. Im Endeffekt ist es sogar so das meine langjährig gelesene Zeitung einen schrecklichen Artikel über Bitcoin geschrieben hat der mich sehr über die ach so gelobte objektive Berichterstattung zum nachdenken gebracht hat. Zum Thema Bitcoin und Blase hat Christoph Kletzer in „diePresse“ (vom 23.11.2017) ein Gastkommentar geschrieben. Hier der Link dazu: https://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/5326406/Gastkommentar_Bitcoin-ist-keine-Blase-Es-ist-ein-Big-Bang

Zurück zum Thema was ist eigentlich Bitcoin?

Ihr könnt euch Bitcoin so vorstellen wie jede andere Währung auch, mit dem Unterschied das sie rein digital existiert und ihr sie nicht in eurer Brieftasche wie Geldscheine haben könnt sondern sie in sogenannten „Wallets“ (engl. für Brieftasche) lagert. Es ist also Geld, digitales Geld um genauer zu sein. Die Kursschwankungen könnt ihr vielleicht mit Aktien vergleichen jedoch schüttet Bitcoin keine Dividende aus. Da Bitcoin erst seit 2009 existiert ist es glaube ich verständlich das er noch keinen stabilen Preis hat und er sich wie ein Kind noch im Wachstum befindet.

Wie beim Euro oder Dollar könnt ihr mit Bitcoin bezahlen, also euch einen neuen Fernseher kaufen, bei Amazon bestellen, Essen gehen etc. Es ist einfacher als es vielleicht auf den ersten Blick erscheint. Die erste „Hürde“, wenn man so will, ist Euros in Bitcoin zu wechseln. Dafür gibt es ein breites Angebot an Plattformen im Internet, alle mit Vor und Nachteilen was Wechselgebühren betrifft. Vielleicht kann sich ja noch der ein oder andere an die Zeit erinnern bevor es einen Euro gab. Da flog man in Urlaub und wechselte seine DM oder Schilling in die Landeswährung. Auch hier gab es die verschiedenen Wechselstuben die verschieden hohe Gebühren verrechneten. Die günstigste zu finden war ein absoluter Geheimtipp und eben nicht so einfach. Zum Thema Bitcoin kaufen kommt in kürze ein gesonderter Artikel.

Nun habt ihr Bitcoins und habt die Möglichkeit damit einzukaufen so wie mit Euros auch. Ihr könnt, wenn ihr eine Debitkarte habt, sogar am Bankomaten Geld (Euro) abheben oder eure Bitcoins in andere Start-ups (ICOs) investieren. Zudem kommt das Bitcoin die Einstiegswährung in die Kryptowelt ist. Das heißt das ihr alle anderen Kryptowährungen mit euren Bitcoins kaufen könnt. Auch Transaktionen von eurem Wallet zu einem anderen sind selbstverständlich möglich. Vorteil davon ist dass die Transaktion um einiges schneller ist als über den Bankweg. Es gibt sogar Menschen die sich ihr Gehalt in Bitcoins ausbezahlen lassen.

So und warum brauche ich dafür Bitcoin wenn ich doch mit dem Euro auch alles zahlen kann?

Die Unterschiede liegen auf der Hand.

Euro                                                                                 Bitcoin

  • Zentrale Währung                                                    Dezentrale Währung
  • inflationär unlimitierter Nachschub                deflationär Limitiert  
  • Nur in der EU als Zahlungsmittel                      weltweites Zahlungsmittel
  • Hohe Gebühren                                                         Niedrige Gebühren 
  • Bis zu 7 Tage außerhalb der EU                        Sofort weltweit
  • Regierungen kann Konten sperren                 Regierungen ohne Zugriff

Das soll nur kurz ein paar Punkte verdeutlichen. Im Endeffekt ist man seine eigene Bank und legt das Vertrauen nicht mehr in die Hände der Banker und Politiker, sondern übernimmt für sein Geld Selbst Verantwortung.

Im nächsten Teil widmen wir uns den möglichen Plattformen (Wechselstuben) in denen man Euro zu Bitcoin wechseln kann. Und beleuchten das „Wallet“ in dem dann die Bitcoins liegen, etwas näher.

Hier geht es zum Artikel Was ist eine „Wallet“?

Hier geht es zum Artikel Sicherheit bei Wallets

Was ist ein ICO?

Ein „ICO“, Kurzform für „Coin Initial Offering“, ist eine Form von „Crowdfunding“ für ein Projekt in der Kryptowelt. Oftmals steht die Idee („Whitepaper“) im Vordergrund inklusive einer Website und Vermarktung auf sozialen Medien und Foren. Das Team stellt sich da in der Regel den Fragen der Community und potentiellen Investoren, gibt Infos über den Beginn, Verlauf und Ende des „Token Sale“.
„Token Sale“ ist in ein Zeitfenster eingebettet indem man in ein „ICO“ investieren kann, man erwirbt die Token/Coins noch bevor sie „öffentlich“ über eine Exchange gehandelt werden können. Meist wird hier ein „niedriger“ Preis geboten um auch einen Anreiz zu schaffen.
„Bitcoin“ und „Ethereum“ bilden hier die zwei Währungen die bei den meisten „ICOs“ akzeptiert werden. Einige wenige akzeptieren auch FIAT, also Euro, Dollar.

„ICOs“ sind aktuell, November 2017, nicht reguliert durch irgendeine Aufsichtsbehörde sowie das bei Aktien der Fall ist. Andeutungen dazu gibt es immer wieder jedoch noch nichts konkretes.

Worauf bei ICOs zu achten ist findet Ihr im Beitrag „Do your own research“

Links die helfen sollen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Initial_Coin_Offering

https://tokenmarket.net/ico-calendar

 

Do your own research!

Do your own research!
Zu Deutsch: Informiere dich!

Diesen Ausspruch liest man sehr oft unter diversen Facebook Postings oder in den Foren der Kryptowelt. Dass ist natürlich nicht böse gemeint, sondern ein gut gemeinter Rat und nicht mit Faulheit eines Users zu verwechseln.

Es wäre natürlich sehr einfach eine Seite aufzurufen oder eine Frage in eine Runde zu schmeißen und dann die Antworten mit den meisten Übereinstimmungen heranzuziehen und auf dieser Basis dann sein Investment zu starten. Ja, es ist verführerisch wenn von einem Coin die Rede ist und scheinbar alle begeistert sind. Da dauert es meist nicht lange und man sieht sich den Coin schon kaufen. Und genau da liegt die Gefahr und der gut gemeinte Rat: Informiere dich selber! Und höre weniger auf das was andere sagen oder glauben.
Gerade in der Kryptowelt ist so manches nicht ganz durchschaubar, jedenfalls auf den ersten Blick. Vor allem in Hinblick auf „ICOs“ (siehe Artikel Was ist ein ICO?). Sogennante „Inital Coin Offerings“ wird mal schnell investiert ohne wirklich genau zu wissen worum es geht. Da kann es dann sein das man sein Geld los ist und man auf einen „Scam“ hereingefallen ist.

Auf was soll man nun achten?

Das Whitepaper lesen!
Dieses bietet schon viele Infos bezgl. des Vorhabens und man kann sich ein Bild machen inwiefern das auch realistisch ist und ob die Welt das brauchen kann oder es „nur“ der 100. „Coin“ zum bezahlen ist. Denn dafür gibt es schon genug wie zb „Bitcoin“, „Dash“, „Monero“ oder andere.
Zudem auf die „Advisor“ (Berater) achten die immer angeführt werden. Also wer berät das Team des ICOs.
Wer sitzt eigentlich im Team?
Kennt man die schon, sind das Neulinge?
Und was auch sehr interessant ist, ist die „Roadmap“. Die Auskunft gibt über die schon erreichten Ziele und die nächsten Schritte.

Was gibt es auf „Facebook“ dazu?

Was wird in Foren darüber geredet?

Funktioniert der Support?

Wird der „Coin“ auf einer Exchange (zb Bittrex, Bitfinex, etc.)gelistet sein?

Hat man selbst einen Nutzen, ein Interesse an dem „Coin“, außer das rein finanzielle Interesse?

Natürlich gilt hier auch nie alles auf eine Karte setzen, also nicht seine kompletten Ersparnisse einsetzen sondern immer einen Betrag wählen der einem nicht weh tun würde wenn er weg wäre oder es ein paar Jahre dauert bis sich der „Coin“ entwickelt.
Für alle die sich jetzt Fragen: „Aber lohnt es sich nur 50€ zu investieren?“
Schaut doch mal die Entwicklung von ein paar „Coins“ oder sogar dem „Bitcoin“ ganz in Ruhe an.

Nehmt euch die Zeit und informiert euch ausgiebig, ob es nun um ICOs geht oder um schon gelistete Altcoins oder die neuesten Gerüchte zum Bitcoin.
Niemand außer ihr selbst seid Herr/Frau über euer Geld, dass ist ja das Schöne an der Kryptowelt.

Jede/r ist selbstverantwortlich!

Bitcoin Hard Fork

Bitcoin Cash im August 2017,
Bitcoin Gold im Oktober 2017,
Segwit2x Mitte November 2017 zu erwarten.

Soweit so gut, aber bitte wozu das Ganze?
Eine Hard Fork nach der Anderen.
Viele Krypto-Fans/Nerds/Einsteiger sind genervt, verwirrt, oder sogar verängstigt.

Bei einem Hard Fork passiert nichts anderes als das aus der vorhandenen Blockchain beim erreichen eines speziellen Blocks eine zweite Blockchain entsteht die dann quasi parallel dazu läuft. Ich möchte hier nicht zu sehr in technische Details gehen, aber im großen und Ganzen passiert genau das.

Die Hard Fork Orgie von Bitcoin hat mehrere Aspekte als auf den ersten Blick sichtbar.

Einerseits steht natürlich die technische Sicht im Rampenlicht. Kurz umrissen, von 1MB großen Blöcken Bitcoin auf 8MB große Blöcke (Bitcoin Cash, BCH) und von 1MB auf 2MB große Blöcke beim bevorstehenden Segwit2x (B2X). Und was ist mit Bitcoin Gold (BTG)?, fragt ihr euch jetzt vielleicht. Bei BTG ging es weniger um die MB der Blöcke, die ist bei 1MB geblieben, sondern es ging darum das BTG auf einem anderen PoW Algorythmus basiert, nämlich auf Equihash womit man dann GPU Mining betreiben kann. Inklusive mehrere anderer Eigenschaften die das mit sich bringen. Wie gesagt zu sehr technisch ins Detail will ich hier nicht gehen. So viel einmal zum offensichtlichen Teil.

Neben der Technik, spielt natürlich auch Marketing eine große Rolle bei der Sache. Durch dauernde Hard Forks, ob alle notwenig sind sei dahingestellt, ist auf jeden Fall sicher gestellt von den Massenmedien Aufmerksamkeit zu bekommen sowie Tagesthema Nummer Eins zu sein bei jedem Krypto-Stammtisch rund um den Globus. Dazu kommen wilde Spekulationen über den Kursverlauf des „Original“ Bitcoin. Nicht zu verachten ist natürlich auch der Umstand dass jede/r der/die BTC im Moment des Hard Forks gehalten hat, BCH oder BTG bekommen hat, im Verhältnis 1:1. Auch dieser Umstand führte dazu dass wir den BTC aktuell (07.11.2017) um die 7000$ hoch sehen.

Weiters stiehlt BTC den anderen die Show. Alle sind verblendet und kaufen, weil sie Extra Money wollen. Die Altcoins (Alternative Coins) ala Ethereum, LiteCoin, NEO,…befinden sich seit etwa einem Monat im Minus bzw stehen auf der Stelle. Ausnahme bestätigen hier bekanntlich die Regel. Viele hoffe und/oder glauben das die Altcoins nach dem Segwit2x Hard Fork endlich wieder steigen werden und freuen sich über günstige Einstiegskurse. Die Zukunft wird es zeigen.

Bei BTG und BCH kann man einen Sinn erkennen und auch die Notwendigkeit. Bei Segwit2x, jedenfalls spätestens da, spaltet sich die Szene gewaltig. Pro und Contra, viele technische Artikel, Foren in denen Diskussionen geführt werden.

Zu Beachten ist immer, auch hier in der Kryptowelt, Cui bono?, oder, wer profitiert von dem Ganzen?

Vielleicht interessante Link zur Info:

https://bitcoingold.org/

https://www.bitcoincash.org/

https://bitcoin.org/de/

https://segwit2x.github.io/segwit2x-announce.html

https://coinmarketcap.com/

 

Was ist Bitcoin?

Bitcoin ist eine dezentrale, deflationäre Währung die Online mit FIAT (Euro, Dollar, Britische Pfund, Yen, etc.) gekauft werden kann und mit der man Zahlungen tätigen kann ohne eine Bank oder eine andere 3. Partei zu benötigen. Er basiert auf der Blockchain-Technologie und führt Überweisungen durch ist also ein reines Zahlungsmittel. Für die Transaktionen fallen geringere Gebühren an als wenn man eine „normale“ Konto zu Konto Überweisung durchführen würde und sie ist auch schneller. Statt 1-3 Tage in der EU dauert eine Bitcoin-Überweisung, weltweit, je nach dem wie viel man an Gebühren an die Miner abliefert zwischen 10 Minuten und ein paar Stunden. Jede Überweisung muß natürlich validiert werden, dass übernehmen die Miner, die dafür im Gegenzug eine kleine Belohnung erhalten, also die Gebühr. Jede/r kann selbst einstellen wie viel er bereit ist für die Transaktion an Gebühren zu zahlen. Ohne Gebühr dauert es sicher mehrere Stunden, mit einer Standard Gebühr zwischen 10 und 30 Minuten. Die meisten Plattformen mit einem Bitcoin Wallet führen die Gebühr extra an, sodass sie auch von einem selbst verändert und eingesehen werden kann.
Zudem ist Bitcoin die aktuell prominenteste und damit auch teuerste Kryptowährung der Welt.
Von den Einen hoch gelobt und unterstützt von den Anderen schon 100mal todgesagt und als Blase bezeichnet. Hier empfiehlt es sich einmal mehr sich selbst eine Meinung zu dem Thema zu machen. Der Kurs von Bitcoin ist die letzten Jahre stark gestiegen und er kommt immer mehr in der Gesellschaft an. Vorhersagbar ist der Kurs für niemanden, so viel steht fest. Jedoch sind die Bitcoins begrenzt, deswegen auch deflationär, auf 21 Millionen BTC. Und es wird nichts zentral gespeichert so wie das bei einer Bank oder der Börse üblich wäre.

Das Thema Bitcoin ist Riesengroß so dass der Artikel hier nur einen ersten allgemeinen Überblick verschaffen soll.

Links die helfen sollen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin

 

https://bitcoin.org/de/

 

https://www.bitcoin.com/