Sicherheit bei Wallets

Nachdem ihr einen groben Überblick über die verschiedenen Arten von Wallets bekommen habt, widmen wir uns hier ein paar Begriffen Rund um das Thema Wallets und Sicherheit.

Unabhängig davon welche Wallet ihr bevorzugt, dass wichtigste ist das ihr den Private Key habt. Denn das ist der Schlüssel um Transaktionen zu tätigen. In der Regel habt ihr immer einen Public Key, also sowas wie eure Kontonummer wohin man euch Coins schicken kann, die dürft ihr gerne öffentlich posten, und einen Private Key, der wiederum sowas wie euren PIN darstellt um an eure Coins zukommen und sie zu transferieren, der gehört besser gehütet als eurer Augapfel. Zusätzlich dazu gibt es manchmal die Möglichkeit entweder einen PIN zu setzen der dazu dient doppelt abzusichern bevor eine Transaktion von eurer Wallet durchgeht und/oder eine 2-Faktor Authentifizierung, kurz 2FA. Die 2FA hört sich nur kompliziert an, ist aber ganz einfach und wird eher bei Exchanges angeboten also Online (Web)-Wallets. Ihr ladet euch zb. Google Authenticator im Apps Store oder Google Play Store auf eurer Smartphone. Wenn ihr die App dann öffnet werdet ihr sehen das es ganz harmlos ist. Ihr klickt einfach auf +, für neu hinzufügen und dann auf Barcode scannen. Mit eurer Kamera scannt ihr dann den angezeigten Barcode. Jetzt steht zB „Bittrex“ für die Plattform und darüber eine 6-Stellige Zahl die „nur“ ein paar Sekunden gültig ist, nach Ablauf der Sekunden generiert sich immer automatisch eine neue 6-Stellige Zahl. Für den Fall das ihr eurer Smartphone verlieren solltet oder es gar gestohlen wird, immer wenn ihr eine 2FA einrichtet wird euch ein „Private Key“ für die 2FA angezeigt. Den solltet ihr euch aufschreiben und für den Fall der Fälle sicher verwahren.

Manche Wallet wie zb „Jaxx“ bieten auch noch eine „Backup-Phrase“ an, dies dient dazu falls ihr einmal auf eurer Wallet zugreifen wollt aber euren Laptop nicht gerade dabei habt oder sogar das Wallet gelöscht habt, dass ihr euch einfach Jaxx runterladet und mit dem eingeben der Backup-Phrase ihr wieder Zugriff auf euer Wallet erhält. Ihr seid also eure eigene Bank mit euren eigenen Keys. Bis auf den Public Key müsst ihr stets darauf bedacht haben die anderen PINs, Private Key, Backup-Phrase zu sichern. Wenn ihr sie in eine Textdatei kopiert und auf eurem PC oder Laptop speichert liefert ihr euch dem Risiko aus das wenn euer Gerät gehackt wird, diejenigen dann auch all eure Passwörter haben und somit eure Geld weg ist. Ihr seht also, Eigenverantwortung und ein wenig Wissenserweiterung bezgl. Sicherheit der eigenen Daten ist hier gefragt. Am Besten ist es ihr schreibt euch alles auf und/oder druckt es aus. Um schon vom Anfang an keine Lücke zuzulassen empfehle ich daher eine Textdatei zu schreiben mit all den Infos und sie dann nicht am Gerät selbst sondern auf einen USB-Stick direkt abzuspeichern und dann im offline Modus auszudrucken und die Datei dann zu löschen. Somit habt ihr alles was ihr braucht auf Papier gebracht. Virtuell kann euch jetzt keiner mehr was anhaben. Das ganze am besten an einem sicheren Ort lagern. Ganz ähnlich läuft es ab wenn ihr ein Paperwallet erstellt, nur hier sichert ihr einfach eure Keys von eurem Online-Wallet oder Desktop-Wallet und beim Paper-Wallet schickt er die Coins an euren Public Key und mit dem Private Key könnt ihr wieder darauf zugreifen und sie transferieren wenn ihr wollt.

Eine Sache noch, es ist sicher nicht ganz falsch eine E-Mail-Adresse rein für eure Krypto-Käufe etc zu haben. Wählt einen Anbieter, richtet eurer Konto ein und verwendet ausschließlich diese E-Mail-Adresse für alles was mit Krypto zu tun hat. Das Passwort für das E-Mail-Konto sollte sehr stark sein und nichts mit euch persönlich zu tun haben. Also nicht der Name eurer Katze2018, sondern sollte aus Groß und -Kleinbuchstaben sowie Zahlen und am besten auch noch Sonderzeichen bestehen. Viele verwenden da zb LastPass oder ähnliche Programme in denen alle Passwörter gespeichert sind und/oder sogar erstellt werden. Könnt ihr machen, aber auf Nummer sicher geht ihr wenn ihr sie aufschreibt und sie nicht irgendwo zusätzlich gespeichert liegen. Aber das ist sicher eine Geschmacksfrage. Das gilt natürlich auch für die Auswahl von Passwörter für Exchanges. Was sind Exchanges?

Keine Sorge, mehr dazu im nächsten Artikel!

 

Wichtige Begriffe:

Public Key – Einzahlungsadresse, sowie Kontonummer, darf geteilt werden, gibt es auch als QR-Code zum scannen.

Private Key – Zugriff und Auszahlungsschlüssel – NIE, wirklich NIE und niemanden teilen!

PIN – Kennt ihr schon von eurer Bankkarte oder ähnlichem.

Backup-Phrase (Seed) – Eine Reihe von Wörtern die ihr euch notiert um eurer Wallet wiederherstellen zu können.

2FA – 2-Faktor-Autentifizierung, eine doppelt hält besser Sicherheitslösung, über das Smartphone installieren, scannen, code eingeben bei jedem log-in und Überweisung. Idealerweise habt ihr einen Backup-Code von der 2FA um bei Verlust des Handys keine Probleme zu haben.

 

Hier gehts zu dem Artikel Wallet Anbieter

Autor: Silver Surfer

SilverSurfer geboren 1984 in Wien. Seines Zeichens Krypto-Nerd, sieht die Welt der Kryptowährung von der wirtschaftlichen, sozialen, anthropologischen und künstlerischen Perspektive.

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